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Abschlussbericht des Arbeitskreises "Future" (Zukunft) der EE veröffentlicht

vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Der Arbeitskreis Future (Zukunft) des Europaverbandes Entente Européenne (EE) hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Darin werden zahlreiche Vorschläge zur weiteren Entwicklung der europäischen Kleintierzucht zusammengeführt. Die Themen reichen von Europaschauen und Preisrichterwesen über Kommunikation und Nachwuchsförderung bis hin zu gemeinsamen Standards. Ein Schwerpunkt ist auch die mögliche Neuordnung der Europaschauen.


Der Arbeitskreis hat sich mit verschiedenen Bereichen beschäftigt, die für die künftige Arbeit der EE und ihrer Mitgliedsverbände von Bedeutung sind. Dazu gehören neben den Ausstellungen auch die Schulung und Qualifizierung, Zuchtziele und Rassestandards, Nachwuchsförderung, Interessenvertretung sowie Tierschutz und Tiergesundheit.


Besonders ausführlich geht der Abschlussbericht auf die Zukunft der Europaschauen ein. Der Arbeitskreis schlägt vor, die bisherigen Strukturen weiterzuentwickeln und künftig stärker zwischen allgemeinen, spartenbezogenen und rassebezogenen Europaschauen zu unterscheiden. Vorgesehen ist ein Vierjahresmodell: Im ersten Jahr könnte eine allgemeine Europaschau stattfinden, im zweiten Jahr rassebezogene Europaschauen, im dritten Jahr eine spartenbezogene Europaschau und im vierten Jahr erneut rassebezogene Europaschauen. Mit diesem Modell sollen Europaschauen regelmäßiger stattfinden und zugleich der organisatorische und finanzielle Aufwand für die Ausrichter reduziert werden. Der Arbeitskreis weist darauf hin, dass dadurch auch kleinere Mitgliedsländer eher die Möglichkeit erhalten könnten, eine Europaausstellung auszurichten. Kleinere und kostengünstigere Ausstellungsgelände könnten dabei ebenfalls eine Rolle spielen.


Weitere Vorschläge betreffen die praktische Durchführung der Europaschauen. Genannt werden unter anderem kürzere Ausstellungszeiten, Verbesserungen beim Ausstellungsprogramm, eine stärkere Nutzung digitaler Kataloge sowie Veränderungen bei Länderständen, Rahmenprogramm und Preisvergabe. Ziel ist es, die Veranstaltungen sowohl für Aussteller als auch für die jeweiligen Ausrichter attraktiver und organisatorisch besser handhabbar zu gestalten.


Auch das Preisrichterwesen nimmt im Abschlussbericht einen großen Stellenwert ein. Der Arbeitskreis stellt fest, dass der Stand der Preisrichtertätigkeit und das Bewertungsniveau in den einzelnen Ländern teilweise unterschiedlich sind. Vorgeschlagen wird deshalb unter anderem die Einführung eines EE-Zertifikats für Europapreisrichter. Als mögliche Voraussetzungen werden die Teilnahme an Preisrichterseminaren, Sprachkenntnisse sowie ein Leistungsnachweis genannt. Perspektivisch sollen nach den Vorstellungen des Arbeitskreises nur entsprechend zertifizierte Preisrichter bei Europaschauen zum Einsatz kommen.


Ein weiterer Themenbereich sind gemeinsame Zuchtziele und Rassestandards. Der Bericht weist darauf hin, dass innerhalb Europas weiterhin unterschiedliche Standards und Zuchtziele bestehen. Vorgeschlagen werden unter anderem gemeinsame Rassen- und Farbenschlagslisten in Deutsch, Englisch und Französisch sowie langfristig ein einheitlicher europäischer Standard für die innerhalb der EE anerkannten Rassen.


Darüber hinaus beschäftigt sich der Arbeitskreis mit der Nachwuchsförderung. Neben Jugendlichen bis 18 Jahre sollen künftig auch junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren stärker in den Blick genommen werden. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Interessenvertretung auf europäischer Ebene sowie ein stärkerer Austausch erfolgreicher Ansätze zwischen den Mitgliedsländern.


Auch Tierschutz und Tiergesundheit werden als eigenständige Zukunftsthemen behandelt. Der Arbeitskreis sieht hier insbesondere Bedarf an einem intensiveren Austausch zwischen den Mitgliedsverbänden. Vorgeschlagen werden eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, ein internationaler Expertenpool zu tierschutzrelevanten Fragestellungen sowie gemeinsame Empfehlungen für Tierhaltung und Tierschutz.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation innerhalb der EE und mit ihren Mitgliedsverbänden. Vorgesehen sind unter anderem regelmäßige digitale Austauschrunden, ein monatliches EE-Update, der Austausch über erfolgreiche Projekte und eine stärkere Einbindung der Mitgliedsländer und Sparten in Entscheidungsprozesse.


Der Abschlussbericht enthält damit eine Vielzahl von Vorschlägen und Diskussionsansätzen für die weitere Entwicklung der europäischen Kleintierzucht. Dabei handelt es sich zunächst um die Arbeitsergebnisse des Arbeitskreises Future und nicht um bereits beschlossene Änderungen innerhalb der EE. Welche Vorschläge aufgegriffen und weiter beraten werden, bleibt den weiteren Beratungen in den Gremien der EE und ihrer Mitgliedsverbände vorbehalten.


Der vollständige Abschlussbericht ist auf der Internetseite der EE veröffentlicht:

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